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Faxbetrieb übers Internet

Telefongespräche über das Internet sind heute sehr verbreitet. Man spricht von Voice over IP, kurz VoIP, da die Sprache über das IP-Protokoll des Internets übertragen wird. Beim Empfänger gelangt sie jedoch wieder ins herkömmliche Telefonnetz. Genauso lässt sich das auch mit Faxen machen. Man spricht dann von FoIP oder Fax over IP. Der größte Vorteil: die niedrigen Kosten. Das macht sich besonders bemerkbar, wenn man regelmäßig lange Dokumente ins Ausland übertragen muss.

Allerdings gibt es beim Faxversand über das Internet einige Stolperfallen, die man kennen und umschiffen muss. Zunächst muss der entsprechende Telefonanbieter, der die Daten übers Internet überträgt und wieder ins Telefonnetz überführt, den Faxversand unterstützen. Das machen nicht alle Gesellschaften. Eventuell verlangen diese für den Faxservice zusätzliche Gebühren.

Übertragungsprobleme

Weiterer Stolperstein ist die Übertragungstechnik. Faxgeräte erwarten einen kontinuierlichen Datenstrom ohne Unterbrechung. Schon die kleinste Verzögerung führt zum Abbruch einer Übertragung. Beim Transport über das Internet werden die Daten jedoch in der Regel in kleine Pakete aufgeteilt, einzeln übertragen und beim Empfänger wieder zusammengesetzt. Dabei kommt es relativ häufig zu Verzögerungen, die den Faxbetrieb eigentlich unmöglich machen. Für den Faxversand über das Internet ist somit ein Gerät nötig, dass diese Stolperfalle effektiv umschifft.

Welche Geräte sind denn überhaupt nötig, um Faxe über das Internet schicken zu können? Entweder bringt ein Faxgerät diese Fähigkeit bereits mit oder es braucht Hilfe von außen. Für ältere oder nicht kompatible Geräte kommt die Unterstützung von einer kleinen Box, einem so genannten Gateway. Dieses erledigt die nötige Datenumwandlung und wird zwischen Faxgerät und Computer-Netzwerk gekoppelt. Auch einige Router, die ein Netzwerk mit ADSL-Modem und dem Internet verbinden, haben spezielle Schnittstellen für Faxgeräte und ermöglichen die Übertragung.

Codec entscheidend

Ganz gleich, welches Gerät die Verbindung herstellt: Wichtig ist, wie dieses bei der Umwandlung vorgeht. Genauer gesagt, mit welchem Codec es arbeitet, also wie es Daten kodiert und wieder dekodiert. Häufig verwenden Faxgeräte, Gateways oder Router Codecs, die auch für Sprachübermittlung zum Einsatz kommen, zu erkennen etwa am Kürzel G.711. Ist das der Fall, sind Verbindungsabbrüche vorprogrammiert. Das gilt auch dann, wenn die Hersteller mit Schlagworten wie Fax Pass-Through werben. Für die Übertragung mehrerer Seiten ist dieser Codec ungeeignet. Nur wer selten kurze Faxe schickt, kann diesen Weg versuchen. Wer auf zuverlässigen Versand angewiesen ist, braucht Besseres.

Kaufberatungstipp: Für den IP-Versand von Faxen sind die Standards T.37 (asynchron) und T.38 (synchron) besser geeignet, da sie dahingehend optimiert sind. Bei Ersterem wird das Fax wie ein E-Mail-Anhang behandelt und versandt. Das klappt gut, wird aber nur von wenigen Geräten unterstützt. Es dürfte somit schwierig werden, eine passende Gegenstelle zu finden. Mehr Chancen hat man mit T.38. Dieser Standard ist weiter verbreitet. Er verwendet ein eigenes, für den Faxbetrieb optimiertes Protokoll.

Telefonleitung zuverlässiger

Im Vergleich zur normalen Telefonleitung ist aber auch der T.38-Standard unzuverlässiger. Auch damit treten immer wieder Verbindungsabbrüche auf, besonders wenn es sich um mehrseitige Dokumente handelt. Für ein bis vier Seiten ist er durchaus geeignet. Werden es mehr Seiten, steigt die Gefahr eines Verbindungsabbruchs deutlich an.

Bei Fax- und Kombigeräten von Brother können sie folgendes Versuchen :

 

Das Empfangen und Senden von Fax-Nachrichten funktioniert nicht mit Voice Over Internet Protocol (VoIP). Was kann man tun?

Beschreibung:

 

Es gibt viele Parameter, welche die Kommunikation über FAX over IP beeinflussen. Voice over Internet Protocol (VoIP) ist auch keine unterstützte Funktion der Brother-Geräte. Zusätzlich gibt es viele Faktoren dieses Services, welche die Fähigkeit des Gerätes, Faxe zu senden und zu Empfangen einschränken.

 

  1. Vergewissern Sie sich, dass keine anderen Applikationen oder Computer Daten herunterladen. Obwohl VoIP separat und unabhängig von Computern funktioniert, ist die Menge an Daten, welche von allen Geräten gleichzeitig übermittelt werden kann, nur begrenzt. Wenn nun ein Fax gesendet werden soll und gleichzeitig ein Computer mit einem Download beginnt, kann es vorkommen, dass die Bandbreite nicht mehr ausreicht und das Versenden oder Empfangen eines Faxes deshalb verhindert wird.

  2. Versuchen Sie das Fax ausserhalb der Spitzenzeiten über FAX over IP zu versenden. FAX over VoIP ist eine Internet-Applikation. Wenn Sie es schon einmal hatten, dass eine Website, welche ansonsten immer schnell geladen wurde, plötzlich sehr lange brauchte, dann kennen Sie die Auswirkungen der Netzwerknutzung in Spitzenzeiten. Dasselbe passiert bei FAX over IP. Die Datenpakete kommen verspätet an Ihren Zielen an. Da Fax-Geräte aber nicht mit zeitlichen Verspätungen umgehen können, kommt es zu einem Time Out und die Übermittlung wird abgebrochen. Versuchen Sie es zu einem späteren Zeitpunkt wieder.

  3. Kontaktieren Sie Ihren VoIP Provider/Anbieter und fragen Sie nach, wie Sie die Einstellungen für Fax-Übermittlungen optimieren können.
  1. Versuchen Sie die „Kompatibilität“ des Brother-Gerätes anzupassen. Ein verringern der Baud-Rate (Übertragungsgeschwindigkeit) oder das Ausschalten der ECM (Error Correction Mode, automatische Übertragungsfehlerkorrektur) beim versenden von Schwarz/Weiss Nachrichten kann eine Verbesserung bringen.

    1. Drücken Sie Menu und wählen Sie Fax -> Extras -> Kompatibilität.
    2. Wählen Sie mittels der Auf oder Runter Taste die Einstellung Sicher.
      Sicher reduziert die Übertragungsgeschwindigkeit auf 9600 bps.
    3. Drücken Sie OK oder Menu/Set oder Set.
    4. Drücken Sie Stop/Exit.

evtl. hilft es auch die Fehlerkorrektur auszuschalten. 

Ein weiterer Beitrag:

Fax over IP

Bei derzeit etwa 120 Millionen Faxgeräten weltweit und rund 50 Milliarden Euro an Telefongebühren durch das Faxen liegt die Kostensenkung natürlich auch in diesem Bereich nahe. Insbesondere Unternehmen haben hier einen Anteil von durchaus 35% an den Telefongebühren für das Faxen aufzubringen.

 

Durch Voice over IP wurden im deutschen Markt auch Flatrates ins deutsche Festnetz für unter 10 Euro eingeführt, so dass darüber schon länger versucht wird auch zu faxen. Allerdings nicht ohne Probleme, wie folgender Beitrag zeigen wird.

Zunächst könnte man ein analoges Gruppe-3-Fax ganz einfach an einen analogen Telefonadapter (ATA) anschließen. Anstelle des Telefonnetzes wird dann das IP-Netz eines VoIP-Carrier (ITSP) für die Faxübertragung genutzt. Allerdings kommen hierbei die Codecs von VoIP für die Sprachübertragung zum Einsatz. Meist ist es unkomprimiert und verlustfrei nach ITU-T G.711, aber auch in den Netzen der VoIP-Carrier wird teils G.729 mit auf 8 kbit/s netto komprimierten Signalen eingesetzt. Durch die nichtlinearen Komprimierungsalgorithmen sind die Codecs bei VoIP für die Faxübertragung eigentlich ungeeignet. Neben schlechten Resultaten nach der Übertragung bei den fernkopierten Dokumenten kommt es meistens schlicht zu Abbrüchen der Verbindung.

Neben der reinen Datenübertragungen können auch die Faxtöne nach ITU-T T.30 durch geringe Güte bei den ATAs verfälscht werden. Hier sind die Rauschunterdrückung, Silence Surpression oder Echokompensation zu nennen. Was für die ATAs an den Faxgeräten gilt, trifft natürlich auch für die VoIP-Gateways zum Telefonnetz bei den VoIP-Carriern zu. Große Anbieter setzen auf Softswitch-Architekturen, kleine und mittlere VoIP-Carrier setzen aber häufig netzintern auf die Open Source IP-PBX "Asterisk".

Jede paketorientierte Datenübertragung über IP-Netze unterliegt einer Laufzeitverzögerung (engl. Delay), viel schlimmer ist allerdings der so genannte Jitter, nämlich die Laufzeitschwankungen bei den aufeinander folgenden IP-Paketen. Ausgeglichen wird dies durch Dejitter-Buffer im Endgerät in der Größenordnung von ca. 50ms, jedoch kann es trotzdem zu Interpolationen bei vorausgegangenen Paketverlusten kommen.

Apropos Paketverluste (engl. Packet Loss): Dies stellt das weitaus größte Problem dar. Toleriert die Sprachübertragung bei VoIP Paketverluste bis 5%, welche für das menschliche Ohr nicht so sehr wahrnehmbar sind, stellt die Faxübertragung eine - im gewissen Sinne - Datenübertragung dar, wo keinerlei Verluste akzeptabel sind. Deshalb würden nicht nur die Resultate einer Faxübertragung schlecht, nein, die Verbindungen brechen einfach während der Faxübermittlung zusammen.

All diese Probleme bei Fax over VoIP sind mittlerweile bekannt, deshalb wurden von der ITU-T auch die Satndards T.37 und T.38 spezifiziert.

Bei T.37 handelt es sich um die Store-and-Forward-Variante. Faxe werden einfach als Anhang per Email über das SMTP-Protokoll der IETF übertragen. Genau aus diesem Grunde referenziert T.37 auch auf einige RFC der IETF. So gut dieses Prinzip auch funktioniert, so wenige Produkte sind in der Praxis vorhanden.

Verbreiteter ist hier schon T.38, was auch als Fax over IP bekannt ist. Faxe werden hierbei nicht mehr als digitale Sprachsignale aus dem Frequenzband 300 bis 3.400 Hz übertragen, sondern in einem eigenständigen Protokoll mit eigenem Paketformat und eigenen Regeln. Die Pakete heißen IFP (Internet Facsimilé Protocol) und werden direkt in UDP/TCP und IP eingebettet (Kapselung).

T.38 löst damit das Problem der VoIP-Codecs, die Qualitätsparameter Verzögerung, Jitter und Paketverluste bleiben allerdings bestehen. Verzögerungen sind durch ausreichende Timeout-Zeiten bei der Faxübertragung kein Problem, Jitter lässt sich durch ausreichend große Puffer auch in den Griff bekommen. Kritisch bei der Echtzeit-Faxübertragung bleibt aber die Paketverlustrate. Um sich hier zu behelfen, könnten die Datenpakete einfach doppelt gesendet werden, was dem Empfangsgerät eine Fehlerbehebung erlauben würde oder es finden ganz einfach Fehler korrigierende Maßnahmen statt. Letzteres wäre zwar sicherer, erhöht aber die Gesamtverzögerung der Faxübertragung durch erforderlichen Handshake.

Kurzum, Fax over VoIP funktioniert nicht wirklich brauchbar. Und wenn, dann nur bis etwa 5 Seiten. Praktikabler ist da schon T.38, allerdings bei den T.30/T.38 Gateways in ATAs erst zukünftig im Kommen. Auch bei den Hardwareherstellern steht T.38 heute erst auf der Roadmap, als im Entwicklungsplan. T.37 wäre die sicherste Variante, es gibt aber so gut wie keine Produkte dafür, deshalb setzt man weiterhin auf die Echtzeit-Übertragung (engl. Real-Time) mit T.38, aber nicht heute, sondern erst in Zukunft.

Weltneuheit!

Als Weltneuheit stellte SAGEM Communication Ende Januar 2007 eine IP-Phonefax-Serie vor, mit der die Übertragung von Voice und Fax over IP in einem Gerät möglich wird. Nutzer können damit noch mehr Kosten sparen, ohne auf den gewohnten Telefon- und Faxkomfort, wie bei ihren herkömmlichen Geräten, zu verzichten. Mit der neuen Phonefax-Serie bietet SAGEM als weltweit erster Hersteller eine Kommunikationszentrale, die neben der IP-Voice- auch eine IP-Fax-Funktion bietet. Die neue IP-Serie besteht aus insgesamt vier WLAN-fähigen Geräten, davon jeweils zwei Modelle mit WLAN-Karte.

IP-Phonefax 49A
Bild: IP-Phonefax 49A von SAGEM Communication

Das Top-Gerät der IP-Phonefax-Range, das 49A, bietet als kompakte Kommunikationszentrale die kompletten Telefon- und Fax-Funktionen über IP inklusive eines Schnurlos-/DECT-Mobilteils. Das Schnurlostelefon verfügt über ein Farbdisplay mit 256 Farben, Clip-Funktion, 200 Speicherplätze für Telefonnummern und 12 HiFi-Klingeltöne. Zusätzlich ist im IP-Phonefax 49A ein Anrufbeantworter mit einer Aufzeichnungsdauer von bis zu 30 Minuten integriert. Das Kombigerät unterstützt das gängige IP-Protokoll SIP sowie die Protokolle RTP, DHCP, STUN und FTP. Außerdem die Voice Codecs G.711 und G.729. Die Fax-Übertragung via IP wird über das T.38-Protokoll abgewickelt.

Unser Fazit:

Sicherlich keine schlechte Idee, aber für die Faxübertragung mittels T.38 wird es derzeit nicht nur an geeigneten Gegenstellen fehlen, wie oben bereits erwähnt, sondern auch gewissen Qualitätseinbußen unterliegen. Dieser Markt bleibt künftig abzuwarten.

 

Aus eigener Erfahrung bei Kunden können wir bestätigen das der Faxversand nur zu ca. 80% und nicht mit jeder Gegenstelle funktioniert. Hier müssen die Voip- und Faxgeräthersteller noch einiges nachbessern.

 

Wir haben in der Zwischenzeit auch einige Gespräche sowohl mit namhaften Faxgeräte Herstellern als auch mit verschiedenen seit Jahren am Markt tätigen VOIP-Anbietern geführt. Alle wissen von den auftretenden Problemen.

Für den privaten Gebrauch wird der Dienst Fax-to-Mail und Mail-to-Fax empfohlen.

Dort wo es auf die Rechtsgültigkeit und den sicheren Versand usw. ankommt wird von allen auf eine zusätzliche klassische Telekomleitung verwiesen.

Selbst die Telekom als ältestes Unternehmen klärt Ihre Kunden dahingehend genauso auf. Dort wo FAX und Notrufsysteme eine wichtige Rolle spielt schaltet die Telekom noch die klassischen Anschlüsse. Alle anderen Kunden mit Breitbandanschluss bekommen in der Zwischenzeit auch von der Telekom VOIP Anschlüsse geschaltet.    

Egal wer Ihnen erzählt auch Fax würde am Voip-Anschluss wie bei der Telekom funktionieren hat sich nicht mit der Technik auseinandergesetzt. Marketing Aussagen von Vertrieblern VOIP = klassischer TELEKOManschluss sind schlichtweg falsch und entsprechen auch 2012 nicht der Erfahrung der Anwender mit Voip.

 link zu HP : http://www8.hp.com/de/de/support-topics/faxing/setting-up-the-fax-with-voice-over-ip-phone-line.html

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